Mietvertrag digital unterschreiben: was gilt
Kurz gesagt
Ein Mietvertrag kommt grundsätzlich auch ohne Papier zustande. Ist er für länger als ein Jahr geschlossen und nicht in Schriftform, gilt er nach § 550 BGB als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Für befristete oder lange Verträge unterschreibt ihr deshalb besser auf Papier oder qualifiziert elektronisch.
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Die Schritte im Überblick
- Text final abstimmenUnterschreibt erst, wenn alle Punkte geklärt sind: Miete, Kaution, Laufzeit, Nebenkosten.
- Die erste Seite unterschreibtPDF hinzufügen, an der eigenen Stelle unterschreiben und herunterladen.
- Die zweite Seite unterschreibt dieselbe DateiDas bereits unterschriebene PDF hinzufügen, zweite Unterschrift setzen und zurückschicken.
- Beide behalten das fertige PDFDazu die E-Mails oder Nachrichten, mit denen ihr es verschickt habt.
Was die Unterschrift im PDF bedeutet
Eine ins PDF eingefügte Unterschrift ist eine einfache elektronische Signatur. Sie belegt, dass ihr euch geeinigt habt, ersetzt aber nicht die gesetzliche Schriftform. Die Schriftform erfüllen nur die eigenhändige Unterschrift auf Papier oder eine qualifizierte elektronische Signatur.
Warum die Schriftform beim Mietvertrag zählt
Nach § 550 BGB gilt ein Mietvertrag über Wohnraum, der für länger als ein Jahr geschlossen und nicht in schriftlicher Form abgefasst ist, als auf unbestimmte Zeit geschlossen. Vereinbarte Befristungen oder lange Kündigungsausschlüsse können dann nicht wie geplant gelten. Bei unbefristeten Verträgen ist das meist weniger wichtig, beim Streit hilft Papier aber beim Nachweis.
Was ins Übergabeprotokoll gehört
- Zählerstände für Strom, Gas und Wasser.
- Fotos vom Zustand der Wohnung; als PDF mit Bilder in PDF.
- Anzahl der übergebenen Schlüssel.